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Stand: 08.02.2019

Pressemitteilung

1. Mai 2019 Tag der Arbeit

20190502_CV_Podiumsdiskussion_Pflege

Nach der Begrüßung von Bernd Peters (DGB Kreisverbandsvorsitzender HSK) und Bürgermeister Ralf Paul Bittner, führte Grit Genster (Bereichsleiterin Gesundheitspolitik ver.di Bundesverwaltung) mit einem Impulsreferat ein. Die Diskussionsteilnehmer auf dem Podium Dirk Wiese (SPD-MdB), Prof. Dr. Patrick Sensburg (CDU-MdB), Marion Nagel-Dönneweg (Einrichtungsleiterin Sozialstation Hüsten Caritasverband Arnsberg-Sundern e.V.) und Christian Stockmann (Vorstandsvorsitzender Caritasverband Arnsberg-Sundern e.V.) haben sich im Anschluss mit den Herausforderungen in der Pflege beschäftigt und zum Teil auch kontrovers diskutiert.

Alle Podiumsteilnehmer setzen sich aber für einen Tarif in der Pflege ein, damit zukünftig alle Altenpflegekräfte eine angemessene Vergütung bekommen. Dies ist vor allem für Beschäftigte bei privaten großen europaweiten Betreibern erforderlich, da diese häufig wegen der Gewinnmaximierung von ihrem Arbeitgeber eine sehr geringe Entlohnung erhalten. Die Caritas-Vertreter weisen in dem Zusammenhang auf den im Vergleich hohen Caritas-Tarif hin.

Besonders im Fokus standen in der Diskussion aber die Ökonomisierung der Pflege seit Mitte der 90er Jahre, die eine angemessene Versorgung zunehmend erschwert, das leider hartnäckige schlechte Image der Pflegeberufe, die erforderliche qualifizierte Aus- und Fortbildung der Fachkräfte, der demografische Wandel (mehr Pflegekräfte, weniger Bewerber/innen) und Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland etc.

Der Beruf als Pflegekraft ist für Marion Nagel-Dönneweg und Christian Stockmann "ein Beruf von hoher Bedeutung, der eine größere Wertschätzung in der Gesellschaft verdient hat als bisher". Ein Beruf den man mit "Berufung und großem Herz" aufgenommen hat, so Nagel-Dönneweg. Und Stockmann weist ergänzend darauf hin, dass zukünftig viel stärker auch die "Kooperation der regionalen Akteure und Partner vor Ort ausgebaut werden müsse und zukünftig viel intensiver auch die Möglichkeiten der lokalen Ökonomie in den Blick genommen werden sollte, wenn wir den demografischen Wandel erfolgreich gestalten wollen."

Mit der Frage in der Abschlussrunde "was hat sich in den nächsten 5 Jahren in der Pflege verbessert?" versprachen die Podiumsgäste, dass sie in 5 Jahren wieder für das Podium zur Verfügung stünden, um sich über die bis dahin erreichten Fortschritte auszutauschen. Jeder versprach sich weiterhin engagiert für bessere Rahmenbedingungen einzusetzen.

 

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