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Stand: 05.11.2015

Pressemitteilung

Ambulante Pflege im Mittelpunkt

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Der Caritasverband Arnsberg-Sundern zählt mit seinen vier Sozialstationen in Arnsberg, Hüsten, Neheim und Sundern ein großer Träger der freien Wohlfahrtpflege in der ambulanten Versorgung in der Region und betreut insgesamt rund 1200 Menschen in den beiden Städten. Ziel der Sozialstationen ist es, Pflegebedürftige und deren Angehörige so zu unterstützen und zu beraten, sodass der Alltag möglichst lange in den eigenen vier Wänden und damit in einer vertrauten Umgebung gestaltet werden kann. Die Leistungen reichen dabei von der ambulanten Kranken- und Altenpflege, über die Anleitung und Unterstützung pflegender Angehöriger, bis hin zur individuellen Beratung bei Fragen zur Pflegeversicherung.

Zunächst berichtete dabei Marion Nagel-Dönneweg als Leiterin der Sozialstation in Hüsten über die aktuellen Herausforderungen in der täglichen Arbeit der ambulanten Pflegedienste. So sei beispielsweise der Caritasverband Arnsberg-Sundern in der Region als guter und fair-bezahlender Arbeitgeber in der Pflege bekannt, sodass sich die Personalsituation erfreulicherweise gut darstelle. Eine große Herausforderung sei aber, dass durch den medizinischen Fortschritt die Pflege immer anspruchsvoller und zeitintensiver werde. Leider nähmen insbesondere die Dokumentationspflichten viel Zeit in Anspruch, die dann wiederrum für die Betreuung der Klienten fehle. Auch die ambulante Palliativpflege nähme einen immer größeren Raum in der täglichen Arbeit ein. Hinzu kämen Probleme mit der Vergütung für die Fahrtstrecken zwischen den einzelnen Klienten, die im ländlichen Raum nun einmal zwangsläufig länger seien als in den Städten. "Hier muss sich dringend etwas tun, damit die ambulante Pflege in den ländlichen Regionen nachhaltig gestärkt wird. Schließlich muss es doch auch im Interesse aller Beteiligten liegen, wenn Pflegebedürftige so lange wie möglich ambulant zu Hause betreut werden können", so Marek Konietzny, kaufmännischer Vorstand des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern. Sensburg konnte dabei berichten, dass die Bundesregierung derzeit auch eine bessere Honorierung dieser Wegzeiten plane. Ein entsprechender Punkt soll am Ende dieser Woche mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz im Deutschen Bundestag verabschiedet werden.

Positiv bewertet der Caritasverband Arnsberg-Sundern auch die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung der Pflege. "Insbesondere die Tatsache, dass die Krankenkassen künftig die Tariflöhne in der Pflege anerkennen sollen, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung", so Christian Stockmann, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern. "Das ist auch ein wichtiges Zeichen der Anerkennung und des Respekts für die tägliche Arbeit unserer vielen engagierten Pflegekräfte", so Stockmann.

Patrick Sensburg zog zum Abschluss des Besuchs ein positives Fazit. "Die Stärkung der Pflege ist zurecht eines der Kernanliegen für die Arbeit der Bundesregierung. Mir ist daher der Austausch mit den Pflegediensten im Hochsauerlandkreis ein wichtiges Anliegen." Darüber hinaus sicherte Sensburg dem Caritasverband zu, beim Thema Palliativmedizin den Austausch zu vertiefen. Sensburg hatte im Jahr 2015 im Deutschen Bundestag einen eigenen Gesetzentwurf zum Thema Sterbehilfe eingebracht.

"Der Caritasverband setzt sich bundesweit als auch vor Ort in unserer Region für eine gute pflegerische Versorgung der Menschen ein. Als Caritas-Bewegung möchten wir im stetigen Kontakt und Austausch mit der Politik immer wieder auf Notlagen und Schwierigkeiten hinweisen. Deshalb freuen wir uns auch darüber, dass die Pflege aktuell ganz oben auf der politischen Agenda der Bundesregierung ist", so Stockmann. Die bessere Versorgung der Menschen oder die Tarifbindung in der Pflege sind dabei zwei wichtige Aspekte, die konsequent in den Blick genommen werden sollten.

 

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