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Stand: 05.11.2015

Pressemitteilung

An Ihrer Seite! - Psychosoziale Prozessbegleitung für Verletzte einer Straftat

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Die psychosoziale Prozessbegleitung ist dabei eine besonders intensive Form der Begleitung für besonders schutzbedürftige Verletzte von Straftaten vor, während und nach der Hauptverhandlung.

Auch der Caritasverband Arnsberg-Sundern bietet diese Form der Begleitung an. Am 30.06.2017 haben zwei Mitarbeiterinnen, Annette Kellermann und Katja Sommer, die Prüfung als qualifizierte psychosoziale Prozessbegleiterinnen erfolgreich an der FH Münster absolviert. Durch ihre Vorqualifizierungen als Sozialarbeiterinnen und -pädagoginnen bringen sie bereits viele Erfahrungen im Kontakt zu Personen, die Opfer einer Straftat geworden sind, mit.

Wichtig bei dieser neuen Art der Unterstützung ist die Unterscheidung zwischen Beratung und Begleitung. "Wir dürfen mit den Betroffenen nicht über die Tat sprechen. Unser Angebot besteht aus einer niederschwelligen Unterstützung. Wir stehen den Betroffenen vor, während und nach der Hauptverhandlung zur Seite. Wir können sie zu den Vernehmungen begleiten, die Teil des Ermittlungsverfahrens sind oder bei der Organisation der Kinderbetreuung und der Anreise zu dem Gericht behilflich sein. Aber auch durch Gespräche über den Ablauf einer Gerichtsverhandlung oder durch die Sichtung der Räumlichkeiten, möchten wir die Betroffenen stärken und ihnen ihre Ängste nehmen", so Annette Kellermann, Sozialarbeiterin des Caritasverbandes.

Durch das neue Gesetz hat jede Person, die Opfer einer Straftat geworden ist, das Recht auf eine psychosoziale Prozessbegleitung. Besondern bei schutzbedürftigen Personen, wie Kinder oder Menschen mit Behinderungen wird diese Unterstützung in Betracht gezogen. Bei besonders schweren Fällen kann zudem eine Beiordnung beim zuständigen Gericht gestellt werden. Hierbei übernimmt die Staatskasse die anfallenden Kosten.

"Bislang hatten wir noch keinen Fall, denen wir mit der psychosozialen Prozessbegleitung unterstützen mussten. Fälle gibt es allerdings genug", ist sich Annette Kellermann sicher. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Katja Sommer, Sozialpädagogin des Caritasverbandes und einer weiteren Kollegin des Förderkreises für psychische Gesundheit sind sie nun offiziell für den gesamten Landgerichtsbezirk Arnsberg anerkannt und zuständig.

Der Kontakt zu Annette Kellermann und Katja Sommer kann bei Bedarf über das Caritas-Haus in Arnsberg hergestellt werden, Tel.: 02931 545054.

 

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