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Stand: 05.11.2015

Pressemitteilung

Auf nach Leipzig! Bildungs- und Pilgerfahrt der Jugendcaritas Arnsberg

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Samstagvormittag hatten sie einen sehr interessanten Besuch bei den Streetworkern Tom und Markus in Leipzig. Die meiste Zeit verbringen sie auf der Straße und den neuralgischen Punkten in der Stadt. Für ein Gespräch besuchte die Jugendcaritas sie in ihrem Büro.

Zu Beginn wurde sich zum Kennenlernen nach unterschiedlichen Fragestellungen "aufgestellt (move in moment). Anschließend haben die beiden Streetworker sehr lebendig über ihre Straßensozialarbeit in Leipzig berichtet und konnten den Jugendlichen damit einen kleinen Einblick in ihre Arbeit vermitteln. Sie berichteten von schönen Momenten und schwierigen Situationen, aber auch von den persönlichen Belastungen in ihrem "Job". Die meisten Klienten, die sie begleiten und aufsuchen, sind suchtkrank und/oder obdach-/ wohnungslos und leben in prekären Verhältnissen. "Es war ein sehr interessanter Einblick in ihre Tätigkeit und zeigte auf, mit welch großen Herausforderungen wir in unserer Gesellschaft konfrontiert sind, um "Menschen am Rande der Gesellschaft" wieder in unserer Mitte zu integrieren", so Christian Stockmann.

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Für die beiden Streetworker war das Treffen "... auch mal eine gelungene und schöne Abwechslung. Ich habe sehr viel Achtung gewonnen vor der Jugendcaritas, heute ist das alles nicht selbstverständlich und die Welt wird auch nicht einfacher", freut sich Tom über die Begegnung mit ihnen. Es wurde zudem vereinbart, in Kontakt zu bleiben und sich nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu hatte Tom eine kleine Idee, quasi einen "Wunschzettel", wie die Jugendcaritas aus Arnsberg mit einem Projekt den Streetworkern in Leipzig helfen könne.

Danach ging es zur Designschule und Vitruvius Hochschule zu den "Designer‘s Open". Die Jugendcaritas hatte unterschiedliche Workshops gebucht u.a. zu Kalligrafie, Designs und Character Club etc. Dort hatten sie auch die Gelegenheit, einen lehrenden Professor kennenzulernen, der gebürtig aus dem Hochsauerlandkreis kommt. Er erzählte ihnen etwas zur Hochschule, z.B. dass sie die jüngste in Leipzig ist und sehr persönlich mit engem Kontakt zu den Studierenden wirkt. Selbstverständlich wurde von der Jugendcaritas eine Gegenbesuchseinladung ausgesprochen, die der Professor auch gerne nachkommen möchte.

Im Anschluss wurde dann die Stadt Leipzig und die diversen Sehenswürdigkeiten angeschaut. Natürlich war auch ein bisschen Shopping drin: zum Beispiel rote Socken für die Jungs.

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Sonntagvormittag waren sie zu einem Gottesdienst in die neue Propstei St. Trinitatis eingeladen. Zur großen Freude nahm auch der neue Vikar aus Arnsberg, Stefan Kendzorra, daran teil. Er zelebrierte zusammen mit dem Mitbruder Phillip (Dominikaner) und dem Propst den Gottesdienst. Die Lesung passte gut zum Engagement der Jugendcaritas: der "blinde Bartholomäus". Die Predigt griff die Lesung auf und bezog sich auf die christliche Mission bzw. Sendung. Was übersetzt bedeutet: zu den Menschen gehen. Die Predigt ermutigte dazu, dies zu tun. Auch ohne fertige Konzepte und ohne ausgefeilte Reden; Hingehen, Hinsehen und dem Nächsten helfen. Auch mal fragen "Was soll ich dir tun...?". Also genau das, was die Jugendcaritas in ihrem Engagement aktiv lebt, was die Gemeinde und die Caritas lebendig werden lässt.

Im Anschluss hatten sie eine kurze Führung durch die Propstei. Sie ist 2015 gebaut worden und in ihrem Erscheinungsbild sehr modern gestaltetet. Nur 4% der Bevölkerung in Sachsen sind Katholiken.

Im Anschluss ging es dann noch zum Mittagessen zu "Peter Pane", bevor die Heimreise angetreten wurde. "Ich bin sehr stolz auf dieses Engagement und die Bereitschaft der Jugendlichen, ihre (knappe) Zeit anderen Menschen, unseren Nächsten, zu schenken. Diese 2 Tage waren wieder ein tolles Erlebnis miteinander, mit vielen Eindrücken, schönen Momenten und sehr viel Spaß. Sehr interessant waren für uns Begleiter auch die persönlichen Erlebnisse der Jugendlichen über ihr Ehrenamt in der Jugendcaritas. Was sie dabei erfahren, erleben, was sie schenken, aber auch geschenkt bekommen von den Menschen, die sie begleiten. Toll, dass es die Jugendcaritas in Arnsberg gibt", bringt Christian Stockmann das Engagement auf den Punkt.

"Wie immer, wenn wir uns von der Jugendcaritas auf den Weg zu unserer jährlichen Bildungsfahrt machen, waren es Tage voller wunderbarer Eindrücke und einfach wohltuender Gespräche. Wenn die Jugendlichen in diesen Tagen von ihrem Engagement berichten, dann sind das für mich immer Gänsehaut-Momente", so beschreibt Martina Gerdes die Fahrt.

Wer Interesse hat, sich in der Jugendcaritas zu engagieren, meldet sich bitte bei Martina Gerdes oder Jutta Schlinkmann-Weber (m.gerdes@caritas-arnsberg.dej.schlinkmann-werber@caritas-arnsberg.de)

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