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Stand: 08.02.2019

Pressemitteilung

Meeting Mittelstand

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Unternehmen und Wissenschaft sind sich einig: die internetfähige Plattform Wirtschaft 4.0 könnte für Produktionsprozesse die Zukunft revolutionieren. Mit Wirtschaft 4.0 werden die sich selbst steuernden, wissensbasierten und sensorgestützten Produktionsprozesse bezeichnet, die Fertigungsprozesse erheblich beschleunigen werden.

Viele Unternehmen stehen allerdings erst am Anfang dieser Zukunftsoptionen, da die komplexen Wertschöpfungsketten erst analysiert und dann in eine Software-Systemarchitektur überführt werden müssen.

Das Thema Digitalisierung und Wirtschaft 4.0 betrifft aber nicht nur die Privatwirtschaft, sondern hat auch Auswirkungen auf die Freie Wohlfahrtspflege, z.B. den Caritasverband. Die "vierte industrielle Revolution" ermöglicht einerseits eine große technische Entwicklung, aber wird die Arbeitswelt und unsere Gesellschaft zunehmend auch nachhaltig verändern. Auftrag des Caritasverbandes ist es, zu sensibilisieren und auf Chancen und Risiken der Digitalisierung für die Gesellschaft hinzuweisen - gerne nutzen wir dazu auch die Veranstaltung mit der BVMW.

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Zum Beispiel stellt sich die Frage des Einsatzes von neuen Technologien in der Pflege, aber auch der Wegfall von Arbeitsplätzen mit einfacheren Tätigkeiten (Stichwort: Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit in der Zukunft etc.).

"Dies sind alles wichtige Fragestellungen, mit denen sich unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren auseinandersetzen muss", so Christian Stockmann, sozialfachlicher Vorstand des Caritasverbandes und Peter Staudt vom BVMW.

Auf der Agenda standen nach der Begrüßung durch Peter Staudt die Einleitung von Christian Stockmann und Frank Demming (Caritasverband Arnsberg-Sundern) mit einem Impuls zum Thema Wirtschaft 4.0 und Freie Wohlfahrtspflege am Beispiel des Caritasverbandes.

Jürgen Burghardt, Projektkoordinator "Mittelstand 4.0", FH Südwestfalen referierte zum Thema "Mittelstand 4.0 - Ein Projekt zur Förderung von Transfer- und Verbundprojekten im Rahmen von Industrie 4.0 in Südwestfalen" sowie Prof. Dr. Christina Krins, FH Meschede zu "Digitalisierten Arbeitsorganisationen: Qualifikations- und Kompetenzanforderungen im Rahmen von Industrie 4.0."

Alexandra Horn, BVMW Berlin - Leiterin Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 Berlin gab unter dem Motto "Gemeinsam digital" Praxistipps und Unterstützungshinweise für den Mittelstand.

Christian Stockmann betonte in seinem Impuls, dass wir Antworten brauchen auf die zunehmend digitale, hoch komplexe und globalisierte Arbeitswelt, die an uns alle hohe Anforderungen stellen wird. Diese Auswirkungen werden auch im Sozial- und Gesundheitsbereich eine zunehmend größere Rolle spielen.

Aus diesem Grund hat der Deutsche Caritasverband die Digitalisierung und Auswirkungen auf die verbandliche Arbeit als eine der wichtigen Prioritäten der Caritas als strategisches Ziel für die nächsten Jahre in den Blick genommen.

"Wie stellen wir uns also unsere Gesellschaft im digitalen und demographischen Wandel vor? (Stichwort: immer weniger Fachkräfte und immer mehr zu versorgende Pflegebedürftige und ältere Menschen)? Wie gestalten wir die Kombination von Mensch und Technik und den Einsatz technischer Hilfsmittel - auch und vor allem im Sozial- und Gesundheitswesen, sowohl technisch als auch aus ethischen Gesichtspunkten?", so Christian Stockmann.

Frank Demming beleuchtete das Thema ergänzend im Bezug auf die drei Ebenen ("Trias Funktion") der Caritas Anwalt für Menschen am Rande der Gesellschaft, Soliditätsstifter für eine gerechte Gesellschaft und professioneller sozialer Dienstleister und attraktiver Arbeitgeber.

Anschließend hatten die Gäste Gelegenheit zum Austausch mit den Referenten und den anderen Gästen, was intensiv in Anspruch genommen wurde.

 

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