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Stand: 19.09.2019

Pressemitteilung

Nichts zu lachen?

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Tobi Katze nennt sein Bühnenprogramm "Das Leiden der jungen Wörter" und das aus eigener Erfahrung. Der Buchautor und Poetry-Slammer geht offen mit seiner Depression um, nachdem er erlebt hat, dass eine gute Freundin sich das Leben genommen hat und er sich fragte, was er tun könne, um an der Trauer darüber nicht zu zerbrechen. Als Betroffener ließ er die Zuhörer in seinem Vortrag daran teilhaben, wie es ist, Humor als Ausweg aus der persönlichen Misere zu nutzen.

Lachen - darf ich das? Lachen, Humor und Witzen im Kontext von Betreuung und Behandlung haftet ein Tabu an. Das merken wir, wenn uns das Lachen buchstäblich "im Halse stecken bleibt". Oder kann es auch helfen, gemeinsam zu lachen, wenn wir feststecken?

Felix Gaudo arbeitet als Humor-Trainer z.B. an Pflegeschulen. In seinem Vortrag hat er über den konzeptionellen Einsatz von Humor und dessen Wirksamkeit berichtet. Er ist Träger des LauneusAwards und ist bei "Die Clown Doktoren" sowie der Stiftung "Humor hilft heilen" aktiv. An Hand praktischer Übungen und Interventionen erlebten die Teilnehmer, welche unmittelbaren Effekte Lachen haben kann.

Patrick Siebert ist erfolgreicher Poetry-Slammer u.a. 1. Platz beim Briloner Poetry Slam. Er hat ausgewählte Passagen seines beruflichen Tagebuchs vorgelesen. Das Tagebuch begleitet ihn bereits sein komplettes Berufsleben und beinhaltet mittlerweile durchaus sehr skurrile und lustige Geschichten aus dem Alltag eines Sozialarbeiters in der ambulanten Suchthilfe. Darüber hinaus ist er darauf eingegangen, inwieweit er Humor als ein Instrument der Selbstfürsorge einsetzt.

Ein kurzweiliger Vormittag mit viel Herz, Hirn und Humor brachte neue Erkenntnisse und nicht nur eine rote Nase.

 

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