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Stand: 05.11.2015

Pressemitteilung

Stuhlkreis für Groß und Klein - Intergeneratives Projekt gestartet

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Eine Begegnung, die heutzutage doch eher selten geschieht. Sieben, eigentlich zehn kleine Menschenskinder - leider hatte auch hier die Erkältungswelle zugeschlagen - trafen auf die gleiche Anzahl betagter Menschenskinder. Anfangs etwas zurückhaltend, aber interessiert, stellten sich die jungen Damen und Herren den Senioren vor, im Gepäck ein selbstgebasteltes Frühlingsbild für die Seniorenhausbewohner. Dann erstmal ein Vorsingen und Vorspielen der Kleinen, ganz konzentriert. Die Bewohner des Seniorenhauses ganz still. Die Melodie ging in die Fußspitzen, der Rhythmus wurde direkt mitgeklatscht.

Das Eis, es war, wenn überhaupt nur sehr dünn, gebrochen. Man betrachtete sein gegenüber, beobachtete neugierig. Reichte sich die Hände zum weiteren gemeinsamen Singen. Tiefe Stimmen der Herren mischten sich mit Hohen Tönen der Kinder. Es wurde gelacht bei klein und groß. Die Senioren stimmten spontan ein weiteres Lied aus ihrer Kinderzeit an, eine fröhliche Runde. Bei manchem Bewohner des Seniorenhauses sah man eine kleine Freudenträne über die Wange rollen: "So was habe ich lange nicht mehr erlebt, das ist einfach nur schön, mir fehlen die Worte, ich freue mich so sehr." Man wollte die Kleinen am liebsten gar nicht mehr fortgehen lassen.

Ein intergeneratives Projekt des Caritas Seniorenhauses St. Franziskus und der Kindertagesstätte Brandhagen in Sundern - Menschenskinder. Ziel dieser regelmäßig stattfindenden Treffen ist, Kindern und betagten Menschen ein generationsübergreifendes Erlebnis zu ermöglichen und Schwellenängste abzubauen. Es ist für beide Generationen eine Bereicherung für den Alltag. Die Senioren werden an ihre Kinder und die eigene Kindheit erinnert. Gemeinsames Singen, Geschichten und kleine Bastelarbeiten sorgen für Unterhaltung. Und auf der anderen Seite bekommen die Kindergartenkinder im Seniorenhaus ein Bild davon, wie sich Menschen im Laufe eines Lebens verändern. Gleichzeitig erlernen sie spielerisch den Umgang mit Hochbetagten, verlieren die Berührungsängste und sehen auch, dass man im Alter trotz aller Einschränkungen Spaß am Leben haben kann. Für die Senioren ergibt sich eine neue Möglichkeit, ihr Wissen und die gesammelten Erfahrungen an die nächsten Generationen weiterzugeben.

Zum Abschluss dieses Treffens gab es für die jungen Damen und Herren einen kleinen Frühlingsboten und ein musikalisches Ständchen, ein Dankeschön - gespielt auf der Mundharmonika von einem Seniorenhausbewohner. Für jedes Kind ein eigenes Liedchen. Da staunten die kleinen Besucher nicht schlecht, denn so etwas kannten sie bisher noch nicht. "Kommt recht bald wieder, das hat so viel Freude gemacht", klang es fast einstimmig im Veranstaltungsraum. Versprochen, in zwei Wochen sind sie wieder da, die kleinen Menschenskinder im Seniorenhaus. Und diesmal sind es die Erwachsenen, die die Zeit kaum abwarten können bis es wieder heißt: Menschenskinder, es geht los!

 

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