So auch in Arnsberg, Neheim, Hüstenund Sundern. Genäht werden Mund-Nasen-Masken, die zwar keine medizinischen Mundschutze darstellen, allerdings im Privatbereich und im öffentlichen Raum zum Einsatz kommen sollten. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wies in ihrer Pressekonferenz am 15.04.2020 darauf hin, dass die Bundesregierung zum besseren gegenseitigen Schutz beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr das Tragen von sogenannten Alltags- bzw. Community-Masken "dringend" empfiehlt!
In kurzer Zeit sind über unterschiedliche Kanäle bereits über 1.000 Mund-Nasen-Masken an den Caritasverband Arnsberg-Sundern gespendet worden, besonders die Sozialstationen und die Seniorenhäuser werden immer wieder mit selbstgenähten Masken überrascht.
"Wir sind überwältigt, dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger in dieser herausfordernden Zeit so vorbildlich engagieren. Zumal gerade aktuell am 22.04. die Maskenpflicht für NRW ab kommenden Montag beschlossen wurde, sind wir für diese Form der Unterstützung sehr dankbar", so Christian Stockmann, sozialfachlicher Vorstand des Caritasverbandes Arnsberg-Sundern.
"Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihre Patienten stationär oder ambulant pflegen und betreuen, werden mit zertifizierten Schutzmasken, Handschuhen und bei Bedarf auch Kitteln ausgestattet", so Kathrin Gries, Fachbereichsleiterin Pflege und Wohnen. "Durch die vielen Spenden haben wir jetzt auch die Möglichkeit, Bereiche auszustatten, bei denen gesetzlich keine Mundschutzpflicht besteht. So können unsere Pflegerinnen und Pfleger die selbstgenähten Masken unterwegs nutzen, wenn sie noch keinen direkten Patientenkontakt haben. Sobald der direkte Kontakt zum Patienten nötig ist, wird dann die professionelle Ausrüstung eingesetzt, die uns glücklicherweise ausreichend zur Verfügung steht. Die selbstgenähten Masken sind eine sinnvolle Ergänzung für den Privatgebrauch und werden von unserem Personal auch gerne an die Pflegepersonen oder an deren Familienangehörige weitergegeben."
Neben den gespendeten Masken näht die Caritas-Werkstatt in Neheim ebenfalls Mund-Nasen-Masken zum individuellen Einsatz. Damit alle Masken, die an Dritte weitergeben werden, entsprechend verpackt werden können, wurden hochwertige nachhaltige Umschläge erstellt, die mit den wichtigsten Hygieneinformationen bedruckt sind. "Die selbstgenähten Masken werden bei uns in der Caritas-Werkstatt Neheim desinfiziert und konfektioniert, so dass sie anschließend für den privaten Verwender direkt einsatzbereit sind," erklärt Simone Tillmann, Werkstatt-Leitung, den Ablauf.
Um den nun erhöhten Bedarf an Masken decken zu können, ist es für den Caritasverband Arnsberg-Sundern nach wie vor sehr wichtig, von den Ehrenamtlichen Helfern weiterhin unterstützt zu werden. Selbstgenähte Community-Masken können bei allen bekannten Caritasstellen abgeben werden oder direkt in der Caritaswerkstatt in Neheim.
